Was ist Obedience?

Obedience ist eine in Deutschland noch relativ junge Hundesportart, welche genauso wie Agility ihren Ursprung in Großbritannien hat.

Bereits um 1920 fanden auf der Insel die ersten Obedienceprüfungen, innerhalb sogenannter „Working Trials“ (Vielseitigkeitsprüfungen für Hunde) statt.

Erst nach dem zweiten Weltkrieg wurde Obedience auf der bekanntesten Hundeausstellung, der britischen Crufts, von einigen ausgewählten Hundesportlern, vorgestellt. Als nächstes wurde Skandinavien infiziert und danach, Mitte der 90ger Jahre, erfasste die Welle die Schweiz, Österreich und Deutschland.


Obedience bedeutet Gehorsam und ist bestimmt nicht für jeden Hundeführer geeignet, denn dieser muss eine Menge Geduld und einen gewissen Hang zum Perfektionismus besitzen. Sind diese Voraussetzungen erfüllt, so bedeutet diese Sportart jedoch Freude und Perfektion zwischen Mensch und Hund.

Uns gefällt diese Art der Beschäftigung sehr gut, und sie lastet unsere Hunde mehr aus, als ein langer, langer Spaziergang. Unser Lieblingsport, ist eine Freizeitbeschäftigung, welche  immer Spaß machen sollte (muss), denn genauso werden die Hunde hierbei auch ausgebildet.

Wichtig ist, dass wir Menschen den richtigen Zugang zu unseren Hunden finden, lernen sie bestens zu motivieren, denn nur durch Motivation sind unsere Hunde in der Lage, diese Kopfarbeit, mit sehr hohen Anforderungen, zu erfüllen.

Die Arbeit im Obedience ist recht vielseitig und abwechslungsreich, da Obedience viele verschiedene Übungen beinhaltet.  Sehr wichtig ist eine schöne Fußarbeit, denn diese ist nicht nur eine der Übungen, sondern sie wird in anderen Übungen sowie  im Gesamteindruck meist mitbewertet.

Obedience ist mehr als einfach nur Unterordnung, wie viele meinen.

Es beinhaltet zb. auch das Apportieren verschiedener Gegenstände, aus Holz und Metall, in den höheren Klassen mit Richtungsanweisung. 

In einer anderen Übung ist die Nase des Hundes gefragt.

Ein Hürdensprung gehört genauso dazu, wie zum Beispiel das Voranschicken des Hundes zu einem Kegel, oder in ein markiertes Feld, in der höhsten Klasse mit Richtungsanweisung. Zudem gibt es noch einige Übungen mit den Positionswechseln (Sitz, Platz und Steh), welche entweder aus der Bewegung, aus der Distanz, oder in Kombination mit dem Abrufen des Hundes gezeigt werden müssen. All dies sollte möglichst perfekt sein. So bekommt ein Team zum Beispiel für jeden schiefen Vorsitz, jede schräge Grundstellung, knautschen des Hundes auf dem Apportiergegenstand usw...., Punkte gezogen.

Gerade dies ist es jedoch, was diesen Sport so spannend macht.

Wie sagt man so schön? "Der Weg ist das Ziel!" Das Streben nach Perfektion, das Suchen nach immer wieder neuen Lösungen für ein noch so kleines Problem, das Tüfteln und Probieren, sind die Dinge, welche den Reiz dieser Sportart ausmachen.

Das Obedienceteam sollte wärend der Übungen  möglichst harmonisch wirken, die Hunde sollen sich bei der Arbeit freudig und motiviert zeigen.

Turniere darf man dann in 4 verschiedenen Klassen laufen. Es gibt die sogenannte Beginnerklasse, gefolgt von den Klassen 1 bis 3. Die Anforderungen an das Team steigen natürlich von Klasse zu Klasse. Besteht man eine Prüfung, kann man dies mit 3 verschiedenen Wertnoten tun. Je nach Punktzahl bekommt man ein Gut, ein Sehr Gut, oder ein Vorzüglich. Hat ein Team ein Vorzüglich erreicht, darf es beim nächsten Mal eine Klasse höher starten. Eine Rückstufung in eine tiefere Klasse ist nach diesem Start jedoch, auch auf Wunsch des Hundeführers, nicht mehr möglich.