29.01.2012- Nun kümmer ich mich um mein Frauchen....

Leider hat uns das neue Jahr alles andere als Glück gebracht.

Zur Zeit muß mein Frauchen sehr traurige private Dinge erleben, und es ist eine sehr schwere Zeit für uns beide angebrochen.

Für mich ist dies, die schwierigste Aufgabe in meinem noch so jungen Hundeleben.

Ich bin nämlich zur Zeit Andrea's Seelentrösterin, ständige Begleiterin, Partnerin und ihre größte Ablenkung.

Dies hat unser inniges Band, jedoch noch stärker gemacht als bisher, wenn dies überhaupt noch möglich ist. Wie ein Schatten folge ich Andrea auf Schritt und Tritt, denn egal wie sehr sie sich bemüht, einem Hund kann man nichts vormachen.

Aber Andrea ist sehr stark.  Wir wissen beide, dass viele Menschen schon eine ähnliche Situation in ihrem Leben meistern mußten, und dass doch irgendwann wieder die Sonne für uns scheint, denn es gibt immer ein Licht am Ende des Tunnels, möge er auch noch so lang sein.

Diese Woche haben wir trotzdem eine Menge Schönes erlebt, da wir viele Dinge zusammen unternommen haben.

Am Montag waren wir mit Ines, und meinen Spanielkumpeln Paul und Cooper in den Rheinwiesen spazieren. Wir drei Jagdnasen hatten jede Menge Spaß beim Toben und Rennen. Das Hochwasser hatte uns einen kleinen "See" beschert, sodaß wir sogar in ungefährlichen Badegenuß kamen.

Am Mittwoch haben wir fleißig Obe trainiert, und ich habe Andrea sehr viel Freude gemacht. Danke, Ines und Christiane, für eure Unterstützung dabei.

Demnächst werde ich auch noch regelmäßig mit einigen Obefreunden Dummytraining machen.

Außerdem bespaße ich zur Zeit Menschen im Altenheim. Da Andrea's Mutter auf Grund ihres Gesundheitszustands leider seit einigen Wochen in einem Altenheim lebt, gehen wir regelmäßig dort hin. Dabei haben wir festgestellt, wie viele alte Menschen sich über einen Besuch von mir freuen. Ich bekomme dann extra immer mein K9- Geschirr an, und so nennen mich nun schon alle Leute von weitem Prinzessin. Ich genieße das sehr, wenn die alten Menschen mich kraulen, oder mir (aus Andrea's Tasche ) ein Leckerchen zustecken dürfen. Dabei bin ich immer richtig cool, habe keine Angst vor Rollstühlen, Gehhilfen, oder Sonstigem.

Vielleicht möchten wir dies in Zukunft noch ein wenig ausbauen, denn es ist schön, die Freude in den Gesichten der alten Menschen zu sehen, gerade jetzt.

Heute Mittag sind Andrea und ich über zwei Stunden alleine durch die Gegend gezogen. Die frische Luft und die Arbeit miteinander haben uns sehr gut getan, und Andrea hatte in diesen Stunden zum ersten Mal endlich wieder den Kopf ganz frei. Sie war mit ihren Gedanken nur bei mir, und unserer Arbeit. Wir hatten unseren Rucksack mit, haben ein wenig Dummy geübt, später etwas Obe trainiert, und am Ende durfte ich sogar noch meine tolle Nase einsetzten,  und mich noch ein wenig im ZOS üben. In allen Bereichen war ich voller Spaß und Elan dabei, und konnte meinem Frauchen so manches Lächeln ins Gesicht zaubern.

Nach einer kurzen Ruhepause zu Hause, ging es dann noch mal für ein Stündchen ins Altenheim. Jetzt sind wir beide aber super müde, und werden den Abend gemütlich auf der Coach ausklingen lassen.

Vorher möchte ich mich jedoch noch bei all den lieben Menschen bedanken, die mein Frauchen zur Zeit so tatkräftig unterstützen. Sei es mit Euren lieben Worten, Besuchen, Telefongesprächen, Mails oder Ablenkungsprogrammen....

Danke für die viele Hilfe, welche Andrea von Euch angeboten wurde, und dass es Euch einfach gibt,- denn dies gibt uns ganz viel Kraft.

 

Bis bald,

Eure Arani.

 

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