28.12.2011 Ich war's nicht!

Ach,- Weihnachten war soooo schön. Natürlich durften Sira und ich wieder jede Menge Geschenke auspacken, welche wir genau wie im letzten Jahr, selbständig unter dem Weihnachtsbaum gefunden haben.

Es spielte sich genauso ab, wie im letzten Jahr, und auch diesmal, konnte das zweite Geschenk von Andi's Eltern, nicht vor unseren geübten Nasen geheim gehalten werden.

Ich allerdings, habe mir gierig wie ich bin, noch ein Drittes ergaunert.

Tja, Euch kann ich es ja gestehen, aber bitte verpetzt mich nicht, bei meinen Menschen. Ich bin nämlich eine kleine Küchendiebin.

Alle waren gemütlich bei Andi's Eltern im Wohnzimmer beim leckeren Weihnachtsessen. Mir wurde natürlich nichts angeboten, obwohl es doch soooo lecker gerochen hat, und betteln darf ich auch nicht. So lag ich also, wie immer brav unter dem Tisch, und träumte davon, wie schön es wäre ein Mensch zu sein, und ebenfalls an diesem leckerem Weihnachtsessen teil haben zu dürfen.

Plötzlich kam mir eine Idee, und ich schlich mich ganz vorsichtig aus dem Zimmer. Ja supi,- mein Plan funktionierte, Andis Eltern hatten doch tatsächlich vergessen, die Küchentür zu schließen, und oben auf dem Tisch stand (hihihi).....

Inzwischen wunderte sich Andrea im Wohnzimmer, dass sie mich nicht mehr sah, und es war so merkwürdig still...

"Wo ist Rani? Habt ihr die Küchentür zugemacht? Dort steht doch der..."

Leider bin ich schon mehrfach aufgefallen, und als Küchendiebin bekannt. Deshalb wissen eigentlich alle Familienmitglieder, dass man die Tür schließen sollte, wenn etwas Leckeres im Zimmer aufbewahrt wird. Nun ja, es ist zu meinem Glück sehr menschlich ab und an mal etwas zu vergessen. Ich würde mich niemals einfach am menschlichem Essen bedienen, wenn jemand in der Nähe ist, denn ich weiß ganz genau, dass es verboten ist. Aber wenn doch keiner da ist, sieht die Sache doch gaaanz anders aus. Andrea durchschaute mein Vorhaben natürlich gleich, und stürmte aus dem Wohnzimmer. (Blödes Frauchen!)

Schlau wie ich bin, rannte ich natürlich sofort aus der Küche, setzte mein süßestes Grinsen auf ( ich kann nämlich wirklich grinsen, über das ganze Retrievergesicht, und Andrea findet dies immer unwiderstehlich), und stürmte in ihre Arme. Ich sprang an ihr hoch, und leckte ihr durch:s Gesicht, sie bildete sich doch tatsächlich ein den Kuchen aus meinem Mund zu riechen. Dass ich nicht lache, sie hat doch gar nicht so eine tolle Nase, wie ich. "Ich war's nicht, ich war's nicht", grinste ich sie an. Und wärend Andrea in die Küche ging, um den Schaden zu begutachten, lief ich ganz schnell zurück ins Wohnzimmer, und legte mich unschuldig unter den Tisch, so als ob ich dort die ganze Zeit friedlich geschlafen hätte.

Andrea stellte fest, das 2 Stückchen der Astitorte schon leicht angegessen waren, so als hätten Mäuschen daran geknabbert. Ich wollte gerade erst richtig loslegen, und hätte sicherlich nichts mehr übrig gelassen. Zum Glück, sind in unserer Familie alle sehr verrückt auf uns, so war mir niemand böse. Im Gegenteil, Andis Eltern nahmen es auf ihre Kappe, weil sie die Tür nicht zugemacht hatten, obwohl sie doch über meine diebischen Fresstriebe informiert sind.

Nun muß ich auf der Hut sein, denn Andrea will sich eine Falle für mich ausdenken, um mir das heimliche Stehlen zu vermiesen.

Dieses Mal hat es sich aber noch mal gelohnt. Ich kann Euch sagen, - Astitorte ist super lecker, solltet ihr auch mal probieren.

 

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