21.12.2011 Es weihnachtet sehr...

Alle Jahre wieder, finde ich es sehr lustig die Menschen in der Weihnachtszeit, zu beobachten. Da wir inmitten einer kleinen Stadt leben, bekomme ich den Trubel ja immer live zu sehen.

Ich brauche nur auf den, von unserer Wohnung gegenüberliegenden Realparkplatz zu schauen und weiß, womit die meisten Menschen gerade alle beschäftigt sind.

Ach ist es schön, ein Hund zu sein! Ich bleibe ganz cool, und stimme mich schon mal auf Weihnachten ein.

Auch bei uns zu Hause, wittere ich schon einige Geschenke. In der letzten Zeit wurden  sehr viele Pakete bei uns abgegeben. Andrea öffnet sie alle gleich immer, und packt den Inhalt dann in lustiges Papier. Ich schaue dabei gerne zu, und freue mich innerlich schon auf den Moment, indem sie alle wieder ausgepackt werden.

Dabei helfen Sira und ich nämlich immer sehr gerne, und packen mit jedem Beschenkten gemeinsam alles aus. Allein das Papier, ist doch schon eine tolle Sache. Es knistert so schön, und man kann es wunderbar, in ganz viele kleine Stückchen reißen, um damit das Wohnzimmer zu dekorieren. Sieht toll aus,- so schön bunt. Besonders lustig ist anschließend immer das Resultat daraus. Ich sehe mein Frauchen sehr gerne auf allen Vieren, wie meines gleichen durch die Wohnung krabbeln. Gefällt ihr meine Deko etwa nicht?

Nun ist es ja schon das dritte Mal, dass ich das Weihnachtsfest erlebe, und inzwischen kenne ich den Ablauf dieser Tage genau. Ich weiß auch schon, wo ich die ganzen Geschenke dann bei Andi's und Andrea's Eltern finde. Sie liegen nämlich immer direkt unter einem mit lustigen Sachen behangenen Baum, welcher sich in diesen Tagen, merkwürdiger Weise im Wohnzimmer befindet.

Im letzten Jahr, haben Sira und ich unseren Menschen deutlich gezeigt, dass man uns Hunden, in Bezug auf tolle Geschenke, nichts vormachen kann.

Wir kamen gerade bei Andi's Eltern an, begrüßten kurz alle im Flur, und rannten sofort ins Wohnzimmer, denn wir witterten sofort diesen komisch behangenen Wunderbaum, unter dem immer die tollen Sachen im Knisterpapier liegen.

Natürlich schnupperten wir gleich an allen Päckchen, doch unsere Menschen verboten uns sie zu nehmen. Nun standen wir einfach dort, schauten unsere Leutchen an, und ließen die Ruten dabei kreisen , als wären sie Propeller.

"Laßt sie sich ihr Geschenk doch schon mal nehmen", meinten Andi's Eltern. Endlich erhielten wir von unserer Regierung das heißbegehrte "Okay", und stürzten uns gleich auf unsere Geschenke, um sie gierig zu öffnen. Ich denke nicht, hier erwähnen zu müssen, dass wir natürlich sofort wußten, welche beiden Geschenke nun für uns bestimmt waren. Genüßlich verspeisten wir unsere Schweineohren, und es kehrte für diese Zeit erst einmal Ruhe ein.

Weihnachtliche, himmliche Stille, begleitet nur vom leisen Knacken der Schweineohren unter unseren starken Zähnen.

Tja,- wir haben sehr gute, geübte Zähne, und so dauerte es nicht lange, bis wir schon wieder freudestrahlend unter dem Baum standen, und unsere Menschen anhimmelten. "Nein,- ihr habt doch eure Geschenke schon bekommen", sagte Andrea. Wir blieben aber trotzdem stehen, und Andi's Eltern grinsten geheimnisvoll. "Sie haben schon Recht", lachte Andi's Vater. " "Es liegt für jede noch ein Päckchen unter dem Baum." Tja,- vor uns Fellnasen kann man halt nichts geheim halten. Zu unserer Freude bekamen wir dann ein zweites "Okay", worauf wir uns gleich die nächsten Päckchen an Land zogen. Eigentlich dürfen wir ja gar nicht so viele Leckereien auf einmal fressen, aber der Inhalt des zweiten Päckchens war zum Glück nicht mehr so reichlich, und unsere Menschen sind ja auch nicht besser, und essen an Weihnachten ebenfalls immer viel zu viel. Da sollten sie uns doch auch mal eine kleine Ausnahme gönnen.

Nun hielt die Ruhe auch an, denn die anderen Geschenke interessierten uns nicht die Bohne. Als dann aber die Bescherung für unsere Menschen kam, mußten wir natürlich jedem beim Auspacken helfen, fleißig Papier schreddern, und ordentlich den Fußboden dekorieren, denn diesen vergessen die Menschen beim Schmücken irgendwie immer.

Nun bin ich schon ganz gespannt darauf, was uns in diesem Jahr erwartet.

Ich glaube von meinen Menschen bekomme ich ein neues Geschirr und ein neues Halsband, denn die Beiden haben letztens mit einem Maßband an mir herumgefummelt. Ich hoffe jedoch sehr, dass trotzdem noch ein neues Spieli für uns drin sein wird, denn darüber freue ich mich immer am meisten.

Mein aller schönstes Geschenk ist jedoch immer, dass ich die Weihnachtstage gemeinsam mit meiner Familie verbringen kann, ich überall mit hin darf, und alle ganz viel Zeit für mich haben.

Etwas traurig macht es mich dann jedoch immer, wenn ich daran denke, dass leider nicht alle Tiere so ein schönes Zuhause haben wie ich.

Hoffen wir mal, dass dieses Jahr viele Tiere von ihren Menschen mit Liebe beschenkt werden, und nicht selber als Weihnachtsgeschenke, unter dem Tannenbaum, und später im Tierheim oder sonst irgendwo landen.

 

Ein schönes, ruhiges Weihnachtsfest wünscht Euch allen,

Eure Arani.


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