06.11.2011 Ein lustiges Training unter starker, eigentlich ungewollter Ablenkung

 

Am Sonntag waren Andreas und Sira auf einem Seminar, so hatten Andrea und ich einen freien Tag, für uns ganz alleine. Natürlich hatten wir uns vorgenommen bei wunderschönen Sonnenschein, fleißig zu trainieren. Ganz in unserer Nähe gibt es eine tolle, stets frisch gemähte Wiese, die wir gerne als Übungsplatz aufsuchen. Mit Dummys und Obesachen im Rucksack zogen wir los. Wir hatten mich gerade für’s Training eingestimmt, als uns ein niedliches ca. 8-jähriges Mädchen entdeckte. Die Kleine war gleich hin und weg von mir, ich wurde begrüßt und gekrault. Mich interessierte sie nicht so wirklich, aber ich habe auch kein Problem damit. Nun wollte das Mädchen gerne mal für mich den Ball werfen. Natürlich holte ich ihn sehr gerne, rannte auf dem Rückweg aber immer eiskalt an der Kleinen vorbei, und legte den Ball in Andrea’s Hände. Jetzt wollten wir aber endlich mal anfangen, und Andrea erklärte dem netten Kind, dass ich nun arbeiten müsste. Wir fingen erst mal mit etwas Dummytraining an, da wir dies ja nur so zum Spaß machen. Andrea hatte den Hintergedanken, dass sich das Mädchen nun sicher bald langweilen, und weitergehen würde. Hätte sie mal daran gedacht, wie verrückt sie als Kind selber auf Hunde war, hätte sie eigentlich gleich wissen müssen, dass ihre Rechnung nicht aufgehen würde. Wir konnten nicht länger warten, und machten Fußarbeit. Das Mädchen wuselte ständig zwischen uns rum, aber ich beachtete sie gar nicht, worüber Andrea sich sehr freute. Nun wollten wir noch Distanzkontrolle üben. Andrea brachte mich ins Platz, und entfernte sich. Als sie sich umdrehte, musste sie feststellen, dass die Kleine sich ziemlich eng auf die Wiese neben mich gesetzt hatte, und mir dabei sanft über den Rücken kraulte. So langsam nervte es aber, wir wollten doch arbeiten. Andrea fand das Spiel inzwischen recht lustig, besonders als sie sah, dass ich sie in freudiger Erwartung, ganz wie immer anschaute. Okay,- es soll heut halt so sein, dachte sie. Versuchen wir doch einfach mal diese ganz extreme Ablenkung einzubauen. Was soll ich sagen, ich machte meine Übung und tat wirklich so, als wäre das kleine Mädchen einfach Luft. Das gleiche Schauspiel wiederholte sich dann beim Abrufen mit Steh. Ich lag, die Kleine kraulte mich, und als ich gerufen wurde, rannte ich unter ihren Händen davon, und machte meinen Job. Andrea  musste mit einer Lachattacke kämpfen, es sah sooooo lustig aus. Leider kann man die Situation nur schwer auf Papier wieder geben. Natürlich wurde ich ganz toll, für mein Verhalten belohnt. Wir spielten noch kurz, und gingen nach Hause.“ Kommt Rani bald wieder“? , fragte die Kleine.

Wir verabschiedeten uns von unserer netten, eigentlich ungewollten Ablenkungshelferin.